Die Konturen des zukünftigen Museums werden deutlich

Die ersten Exponate

Gusseiserner Becher
Gusseiserner Becher
Kaffeeröster
Kaffeeröster
Waffeleisen mit Rezept
Waffeleisen mit Rezept
Waffeleisen mit Vogelmotiv
Waffeleisen mit Vogelmotiv
Platte mit Griffen
Platte mit Griffen
Pferdetrog aus Gusseisen
Pferdetrog aus Gusseisen
Topf mit Einsatzring
Topf mit Einsatzring.
kafferoester
Kaffeeröster.
Krapfenpfanne
Krapfenpfanne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Vergrößern die Bilder anklicken!

Konkreter Anstoß zur Errichtung eines Industriemuseums hier in unserer Stadt ist die bereits vorhandene Ausstellung von über vierzig Öfen und weiteren Exponaten, die alle aus der Produktion der Holter Eisenhütte stammen.
Ergänzt und bereichert werden diese Exponate durch eine Fülle von Text- und Bilddokumenten aus verschiedenen Archiven.
Die Ofensammlung ist im 2. Stockwerk des Rathauses untergebracht, erstellt und fachlich betreut von Günter Potthoff. Doch bietet das Foyer im Rathaus nicht genügend Platz für eine angemessene Präsentation.
„Unsere Öfen haben wir aus den verschiedensten Teilen Deutschlands erworben“ , zieht Günter Potthoff Bilanz, seit 1985 sammelt und archiviert er Dokumente und Fotos zur Geschichte der Holter Eisenhütte. Ab 1989 begann er, Produkte der Holter Eisenhütte für die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock zu erwerben und bald darauf im Rathaus auszustellen. Kernstück der Ausstellung sind über vierzig Öfen und weiteres Küchenzubehör wie z.B. Töpfe, Pfannen, Waffeleisen und Kaffeeröster.
Mit hohem persönlichen Einsatz mussten diese aufgefundenen Exponate gesäubert und restauriert werden. Seit 2009 haben Günter Potthoff und Friedrich Dransfeld gemeinsam daran gearbeitet, die notwendigen Voraussetzungen für eine Museumsgründung zu erstellen, dazu gehören u.a.: Erfassung der Exponate mit einer speziellen  Museumssoftware,  Erstellung einer Konzeptbeschreibung für das Museum,  Gestaltung eines Flyers,  Konzeption eines Internetauftritts, Gründung eines Fördervereins, Gewinnung von weiteren Mitgliedern und Sponsoren.

SHS020 SHS019 SHS018

 

SHS006

 

 

SHS010

Gründung des Fördervereins e.V.

Die Gründung des Fördervereins erfolgt im Januar 2011 mit dem Ziel, die Industriegeschichte der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock aufzuarbeiten und den Erhalt und die Archivierung von Kulturgütern zu gewährleisten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Projekt läuft unter dem Namen: „Industriemuseum Schloß Holte-Stukenbrock e.V. –
Von der Holter Eisenhütte zur Moderne“

Inzwischen hat der Förderverein 174 Mitglieder.

Die Projektstudie

Zur Jahreshauptversammlung im März 2013 legte der Vorstand seinen Mitgliedern und der Öffentlichkeit eine umfangreiche Projektstudie vor. Eine Projektgruppe des Vorstands und die Agentur für Ausstellungsgestaltung – Design – Objektplanung DBCO GmbH in Münster haben diese umfangreiche Studie in einem Zeitraum von etwa 6 Monaten erarbeitet.

Businessplan und Fundraising –
oder: Wie beschafft man die Mittel für ein ehrgeiziges Projekt?

Die positive Aufnahme der Studie schaffte die Voraussetzungen, Partner aus Politik, Wirtschaft und Kultur in das Projekt mit einzubeziehen. Die wichtige Frage des zukünftigen Standortes konnte inzwischen gelöst werden.  Für das Museum gibt es einen idealen Standort: Das Gelände der alten Holter Eisengießerei – vor dem Holte Schloss. Mit dem Eigentümer des Schlosses und der ehemaligen Holter Eisenhütte konnte ein Einverständnis erzielt werden, dass das Gebäude der alten Gießerei (ganz früher war es die alte Herdschleiferei) für das Museum zur Verfügung steht. Mit dieser Entscheidung stand nun der Weg offen, an die wichtigsten Institutionen heranzutreten und Fördergelder zu beantragen. Von gleicher Bedeutung für die Realisierung des Museumsprojekts ist die umfassende Zusammenarbeit mit dem Rat und Verwaltung unserer Stadt Schloß Holte-Stukenbrock.

Nur Öfen hinzustellen reicht nicht!

Das Industriemuseum soll sich zu einem weiteren kulturellen Zentrum in der Stadt entwickeln, es kann ihr Gedächtnis der industriellen Geschichte werden und somit einen Beitrag zur stärkeren Identifikation unserer Bürger/innen mit ihrer Stadt leisten.
Moderne Museen sind gleichzeitig auch ein Erlebnisort mit ständig wechselnden Angeboten und Events. Nur Öfen hinzustellen reicht nicht. Moderne Museumskonzepte wissen Besseres zu bieten: interaktives Erleben einzelner Themenbereiche, Videoangebote, seminarfähiges Arbeiten, altersspezifische Anleitungen zur eigenständigen Erkundung.
Zu einem Erfolgskonzept gehört auch, jahreszeitlich wechselnde Ausstellungsschwerpunkte und Aktionen anzubieten. So liegt es nahe, mit einem alten Ofen Brot oder Kuchen zu backen, auf einem Herd mit dem Waffeleisen wie zu Urgroßmutters Zeiten Waffeln zu backen oder eine Suppe auf dem offenen Feuer zu kochen. Schon das Anzünden eines Feuers im Ofen ist für Kinder ein Erlebnis.
Für die Ingenieure der Holter Eisenhütte war die „Energieeffizienz“ eine ständige Herausforderung. Vom „Holz- und Kohlefresser“ zum Sparherd war es ein langer Weg. So kann das heute topaktuelle Thema nachhaltige Energiewirtschaft an die Geschichte der Holte Eisenhütte anknüpfen.