Die Info-Stelen für den Ortsteil Schloß Holte

Bei der Erarbeitung der Stelen konnten wir auf eine gut dokumentierte Heimatgeschichte zugreifen. Neben zahlreichen Aufsätzen in den ‚Heimat-Jahrbüchern Kreis Gütersloh‘, in Festschriften von Kirchengemeinden und Vereinen möchten wir hier die Titel vorstellen, aus denen wir Fotos, Dokumenten und Textstellen entnommen haben. Auf den Stelen selber haben wir darauf verzichtet, die Quellen jeweils anzugeben. Als eine besondere Fundgrube erwiesen sich dabei die umfangreichen Bildbände, die Ortsheimatpfleger und Heimatforscher Günter Potthoff im Laufe der Jahre veröffentlicht hat. Seinem ersten Bildband im Jahre 1988  ‚Ein Blick zurück‘ folgten drei weitere umfangreiche Dokumentationen zur Geschichte unserer Gemeinde.

                           

Eine erste Dokumentation  legte der damalige Ortsheimatpfleger Rudolf Gürtler im Jahre 1984 vor: ‚Mitte der Senne – Schloß Holte-Stukenbrock – Ein Heimatbuch‘. Die Geschichte dieser Region ist untrennbar mit der Geschichte der Grafschaft Rietberg und des Holter Schlosses verbunden. Mit dem Jahr 1822 beginnt die Ära der Tenges:  Friedrich Ludwig Tenge erwirbt die Grafschaft Rietberg und gründet 1839/42 die Holter Eisenhütte in direkter Nachbarschaft zum Holter Schloss.

                   

Das Projekt ‚Holter Stelen‘ hatte einen längeren Vorlauf. Die Idee, an geschichtlich interessanten Orten eine Informationstafel aufzustellen, fand in den Gremien einhellige Zustimmung. Doch die konkrete Umsetzung in enger Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinschaft Schloß Holte e.V. brauchte dann aber mehr als ein Jahr. Wo im Ortsteil Schloß Holte soll eine Stele aufgestellt werden? Welches Design und welche Größe sollen die Tafeln haben? Wie soll die technische Konstruktion der Stelen sein? Welchen Betrieb können wir für die Edelstahlausführung ansprechen? Wer kann den  Glasdruck ausführen?  Und nicht zuletzt: Wie finanzieren wir das Projekt? Den längsten Vorlauf nahm dann die Texterstellung und die Auswahl der historischen Fotos und anderer Dokumente in Anspruch.

Inzwischen sind 14 Stelen aufgestellt.  

 

Für die Entwürfe zum Layout und zum Design der Info-Tafeln haben wir  in der Archivgruppe gemeinsam an der Gestaltung der Seiten gearbeitet. Die Federführung lag bei Friedrich Dransfeld.
Die Ausfertigung der Edelstahlstelen erfolgte in der Fa. Metalltechnik Liemke in Hövelhof-. Hier der Prototyp mit einem Probeandruck. Für diesen Bereich der technischen Realisierung war Ferdi Müller von der Ortsgemeinschaft Schloß Holte zuständig.
Den Glasdruck hat die Firma TGK im Ortsteil Schloß Holte übernommen. 
Der spannende Moment bei TGK: Wir sehen die fertig ausgedruckten Glas-Infotafeln.  Ulla Lehmann und Günter Potthoff studieren die ersten Exemplare der Stelen.

 

Die erste Stele wurde im September 2020 an der St. Ursula-Kirche aufgestellt. Dazu war die Presse eingeladen, um das Projekt der Öffentlichkeit vorzustellen.
Mitglieder der Ortsgemeinschaft beim Aufstellen der Infotafel an der Alten Ursulaschule, heute VHs-Gebäude.
Die Infotafel am Holter Bahnhof – dazu die Pressenotiz:

Die Tafel am Standort der Traditionsgaststätte Dresselhaus – genannt Brockmann. Seit 1912 fand hier am Platze der Pollhansmarkt statt. Für viele Schloß Holter war der Abriss des gesamten Gebäudekomplexes ein harter Einschnitt.  

      

 

 

 

Das wollte sich Elmar Brok nicht entgehen lassen und war gern gesehener Gast beim Aufstellen der Infotafel an der alten Brokschen Mühle – seinem Geburtshaus.